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Frauenfußball-Bundesliga: Potsdam baut Tabellenführung aus



Heidelberg. Turbine Potsdam bleibt in der Frauenfußball-Bundesliga auf Hattrick-Kurs. Bei ihrem 2:1-Auswärtserfolg gegen den Herforder SV schrammten die Brandenburgerinnen allerdings nur knapp an einem Unentschieden vorbei. In der 42. Minute brachte Yuki Nagasato den Tabellenführer standesgemäß mit 1:0 in Führung. In der 68. Minute gelang Lena Wermelt jedoch der umjubelte Ausgleichstreffer für den Aufsteiger. Nadine Keßler verhinderte mit dem Potsdamer Siegtreffer nur sieben Minuten später die kleine Sensation. „Wir haben heute schlecht gespielt und nicht das gezeigt, was wir zeigen wollten, auch weil der Gegner uns nicht besser hat spielen lassen", erklärte Potsdams Trainer Bernd Schröder nach dem Schlusspfiff. Um der heute unerwartet wackeligen Abwehr zukünftig mehr Sicherheit zu verleihen, kündigte Schröder zudem eine baldige Entscheidung in der offenen Torwartfrage - Sarholz oder Schumann - an.

Wolfsburg rutscht beim Schlusslicht aus

Eine dicke Überraschung gab es in Leverkusen. Vor dem 4. Spieltag hatte der Bundesligaaufsteiger Bayer 04 Leverkusen 0 Punkte und 0 Tore auf dem eigenen Konto. Doch ausgerechnet gegen den bislang verlustpunktfreien VfL Wolfsburg gelang mit einem 3:2-Heimsieg der erste Dreier. Dabei gingen die Favoritinnen aus Niedersachsen durch Martina Moser in der 51. Minute zunächst in Führung. Im Anschluss sorgte Leverkusen durch zwei Treffer von „Gelbkönigin" Johanna Elsig (67., 71.) und einen Treffer von Carolin Dej (86.) für die Wende. Die Wolfsburgerin Martina Müller konnte in der 87. Minute mit ihrem achten Saisontreffer nur noch verkürzen.

Duisburg siegt gegen München und verliert Roelvink

Mirte Roelvink wird Duisburg voraussichtlich lange fehlen (Foto: Zetbo)
Mirte Roelvink wird Duisburg voraussichtlich lange fehlen (Foto: Zetbo)
Einer der Nutznießer von Wolfsburgs unerwartetem Ausrutscher ist der FCR 2001 Duisburg. Die Löwinnen gewannen am Vormittag mit 4:2 beim FC Bayern München. Der amtierende DFB-Pokalsieger profitierte dabei vor allem von Standardsituationen. Nachdem Inka Grings Duisburg in der 16. Minute nach einem indirekten Freistoß im Münchner Strafraum in Führung schoss, traf sie in der 37. und 69. Minute noch zweimal vom Elfmeterpunkt. In der Torschützenliste zog sie dadurch mit nunmehr neun Treffern an Martina Müller vorbei. Das vierte Duisburg Tor erzielte Kozue Ando (64.). Bei den Bayern waren Petra Wimbersky (34.) und Isabell Bachor (39.) erfolgreich. Für Duisburg war es ein wichtiger Sieg mit einem dicken Wermutstropfen, da der niederländische Neuzugang Mirte Roelvink in der 60. Minute mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden musste. Den Löwinnen fehlen nun mit Annike Krahn und Roelvink zwei wichtige Innenverteidigerinnen auf unbestimmte Zeit. „Ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir mussten wieder neue Rückschläge wettmachen, haben aber über Kampf ins Spiel gefunden und verdient gewonnen, auch wenn ich einräumen muss, dass München mehr Tore hätte schießen können", bilanzierte FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg die Partie.

Frankfurt pirscht sich heran

Der 1. FFC Frankfurt ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Obwohl der gegnerische SC 07 Bad Neuenahr in der 10. Minute durch Nadine Rolser in Führung ging, gewannen die Hessinnen letztendlich deutlich und verdient mit 4:1. Kerstin Garefrekes, die gestern ihren 31. Geburtstag feierte, erzielte drei Frankfurter Treffer selbst (17., 42., 65.) und bereitete den vierten Torerfolg durch Birgit Prinz (69.) vor. „Wir haben heute eine überragende Kerstin Garefrekes erlebt. Sie hat sich nachträglich zum Geburtstag selbst beschenkt", lobte FFC-Cheftrainer Sven Kahlert, der die Partie aufgrund seiner einwöchigen Innenraumsperre von der Tribüne aus beobachten musste.

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Hamburg und Jena trennen sich unentschieden

Im Abstiegskampf kam der Hamburger SV nicht über ein 2:2-Unentschieden gegen FF USV Jena hinaus. Die Hanseatinnen mussten dabei nach Toren von Genoveva Anonma (18.) und Kathleen Radtke (61.) zweimal einem Rückstand hinterherlaufen. Doch Jobina Lahr (19.) und Kim Kulig (86.) gelang jeweils der Ausgleich. Der HSV, bei dem die Schwedin Antonia Göransson in der 60. Minute ihren Einstand feierte, findet sich nun trotz des zweiten Punktgewinns in Folge auf einem Abstiegsplatz wieder. Jena bleibt unterdessen auswärts ungeschlagen.

Essen-Schönebeck gelingt erster Saisonsieg

Ein kleiner Befreiungsschlag ist der SG Essen-Schönebeck geglückt. Vor heimischer Kulisse wurde der 1. FC Saarbrücken mit 3:1 bezwungen. Den saarländischen Führungstreffer durch Nina Rauch (22.) egalisierte Melanie Hoffmann noch vor der Pause per Foulelfmeter (41.). In der zweiten Halbzeit ließen Katarina Tarr (47.) und abermals Melanie Hoffmann (87.) die Essenerinnen noch zweimal jubeln. Die Gastgeberinnen freuten sich zudem über das Comeback von Stephanie Goddard, die ab der 76. Minute zum ersten Mal seit ihrer Herz-OP wieder auf dem Platz stand.

In der Tabelle führt Turbine Potsdam jetzt mit 12 Punkten vor Duisburg (10) und Wolfsburg (9). Auf den Abstiegsplätzen rangieren die beiden HSV-Teams aus Hamburg (2) und Herford (0).


 

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